Institut bestreitet Warnung vor gentechnisch herge..

dpa 14.08.98 15:47


Copyright dpa, 1998
Institut bestreitet Warnung vor gentechnisch hergestellter Kartoffel

Aberdeen/Bonn (dpa) - Die Warnung schottischer Forscher vor gentechnisch veränderten Kartoffeln beruhte offenbar auf einer falschen Grundlage. Nach Auskunft des schottischen Rowett Research Institute in Aberdeen bezogen sich Daten, die Anfang der Woche von Arpad Pusztai veröffentlicht worden waren, nicht auf gentechnisch veränderte Kartoffeln.

Vielmehr sei es um vorläufige Ergebnisse von Studien gegangen, bei denen unveränderten Kartoffeln der natürlich vorkommende Giftstoff Con A zugefügt worden sei.

Pusztai hatte berichtet, daß gentechnisch veränderte Kartoffeln das Immunsystem von Ratten schädigten. Der Wissenschaftler, der die Daten veröffentlicht hatte, sei suspendiert worden, bestätigte eine Instituts-Sprecherin am Freitag. Er werde aus dem Institut ausscheiden.

Das Rowett-Institut ist nach eigener Darstellung eine unabhängige, mit Unterstützung der Regierung arbeitende Institution für Nahrungsmittel-Forschung. Es befaßt sich mit der Forschung über Risiken genetisch veränderter Lebensmittel.

Der deutsche Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde in Bonn unterstrich am Freitag, daß die schottischen Versuche keine Aussagen über die Sicherheit gentechnisch hergestellter Produkte zuließen.

Die Ergebnisse der Untersuchungen ließen in keiner Weise die Schlußfolgerungen zu, die aufgestellt worden waren. "Lebensmittel, die derartige Wirkungen hätten, wie dies die angeblichen Forschungsergebnisse zur englischen "Gen-Kartoffel" aufzeigen, wären niemals zugelassen worden", betonte die Organisation. dpa dt xx hu/fa


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