15.8.98

Pressemitteilung NATURGESETZ PARTEI

Fachgruppe Gentechnik


Gentech-Nahrung stört Immunsystem und Wachstum
Naturgesetz Partei fordert 10-jährigen Stopp für genmanipulierte Nahrung

Die Forschungsarbeit des schottischen Professors Arpad Puztai ist eine weitere
Bestätigung der akuten Gefahren durch genmanipulierte Nahrung. Die Naturgesetz
Partei, weltweit in 60 Ländern vertreten, warnt seit Jahren vor den unabsehbaren
Gesundheitsschäden durch Gentech-Nahrung. Sie fordert ein 10-jähriges Moratorium,
um die Auswirkungen gentechnisch erzeugter Nahrung auf die menschliche Gesundheit
intensiv zu erforschen.
"Es ist für den Konsumenten unvorstellbar – aber dennoch ist es Tatsache – daß
diese neuartige Nahrung nicht gründlich auf ihre gesundheitlichen Auswirkungen
untersucht wird, bevor man sie für den allgemeinen Verkauf freigegibt", sagt die
Gentechnik-Expertin der Naturgesetz Partei, Traude Langer. "Die für die
Marktzulassung erforderlichen Tests werden von dem Hersteller selber durchgeführt
und nicht von staatlichen Stellen überprüft oder ergänzt. Das schlimmste ist, daß
keinerlei Untersuchungen vorliegen, wie sich diese Nahrung auf längere Sicht auf
den Menschen auswirkt", so die Diplom Chemikerin weiter.
Der schottische Forscher Puztai fütterte Ratten 110 Tage lang mit
Gentech-Kartoffeln. Diese Tiere zeigten Wachstumsstörungen und eine Schwächung
des Immunsystems. "Besonders Besorgnis erregend ist es, daß diese Störungen
bereits nach 110 Tagen auftreten", erklärt Traude Langer, es überrasche sie
jedoch nicht, denn bereits in der Vergangenheit habe es viele Vorkommnisse
gegeben, die eindeutig die unabsehbaren Risiken dieser völlig unausgereiften
Technik belegen.
Ein aktueller Vorfall mit Papageien zeigt, daß diese sensiblen Vögel die
gentechnisch veränderten Maiskörner aus Ihrem Mischfutter nicht schlucken.
Unglücklicherweise sammelten sich die Gentechkörner in ihrem Kropf, der sich
entzündete, und die Tiere starben daran.
Die Milch von Kühen, die mit Gentech-Soja gefüttert werden, weist eine veränderte
Zusammensetzung auf. Dies wurde am erhöhten Fettgehalt offensichtlich. Welche
weiteren Veränderungen in der Milch auftreten, hat man bislang nicht untersucht.
Verschiedene Biotech-Firmen in USA entwickelten gemeinsam das gentechnisch
erzeugte Rinderwachstumshormon, rBST. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen,
daß die Milch von Kühen, die mit rBST behandelt wurden, hochkrebserregende
Wirkungen auf die Menschen hat. Bislang ist rBST nur für den US-amerikanischen
Markt zugelassen.
"Gentechnologie ist genauso wie die Atomenergie mit nicht abschätzbaren Risiken
verbunden. Die forcierte Einführung, ohne die notwendige Risikoforschung, kann
daher niemand verantworten", kommentiert der niedersächsische Landesvorsitzende
der Naturgesetz Partei, Andreas Freier. "Allein die global operierenden Konzerne
profitieren von dieser Technologie. Sie sind heute so mächtig, daß sie die
warnenden Aussagen unabhängiger Wissenschaftler in der Öffentlichkeit weitgehend
unterdrücken können. Durch einen weltweit Milliarden hohen Werbeetat versuchen
sie, die Menschheit von der Harmlosigkeit und Notwendigkeit der Gentechnik zu
überzeugen."
In Niedersachsen tritt die Naturgesetz Partei mit einer Landesliste und 5
Direktkandidaten zur Wahl an. Die Partei wurde 1992 gegründet und nimmt 1998 zum
2. Mal an den Bundestagswahlen teil. Ihr Programm unterscheidet sich grundlegend
von dem aller anderen Parteien. Wichtigster Punkt ist die Einführung
wirkungsvoller, wissenschaftlich erprobter Maßnahmen zum Abbau von Streß im
Bewußtsein des einzelnen und der ganzen Gesellschaft.
"Nur durch Anwendung Bewußtseins-integrierender Maßnahmen, wie Maharishis
Transzendentale Meditation und dem darauf aufbauenden Yogischen Fliegen, wird der
einzelne Bürger und die Gesellschaft als Ganzes die Fähigkeit entwickeln,
zerstörerische Einflüsse, sei es durch Risikotechnologien, wie die
Gentechnologie, oder Kriminalität und Gewalt, abzuwenden", erläutert Freier.


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