Copyright dpa, 1998
Genetisch veränderter Maiskleber von Agrevo in Schweiz
zugelassen
Frankfurt am Main (dpa) - Das Agrarunternehmen Agrevo darf in der
Schweiz künftig mit Maiskleber aus genetisch verändertem Mais
handeln. Dieses Eiweiß ist ein Hauptbestandteil im Tierfutter.
Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Nutztiere,
Futtermittel und Futtermittelzusätze habe Agrevo dafür die
Zulassung gegeben, teilte das Unternehmen in Frankfurt am Montag
mit.
In der EU und in der Schweiz ist es den Angaben zufolge nach Soja
das zweitwichtigste eingeführte Eiweißfuttermittel.
Voraussetzung für die Zulassung sei, daß der Maiskleber und
alle daraus hergestellten Mischfuttermittel als
"gentechnisch verändert" gekennzeichnet würden.
Aufgrund einer gentechnischen Behandlung könne der veränderte
Mais ein von Agrevo hergestelltes Pflanzengift vertragen. Jetzt
sei allerdings nur der Maiskleber, der aus dem gentechnisch veränderten
Mais hergestellt wird, in der Schweiz zugelassen.
Über die Gesamterlaubnis für die sogenannte
"Maistransformante T25" sowie für andere
Verarbeitungs- und Nebenprodukte als Futtermittel würden die Behörden
später entscheiden, hieß es.
Agrevo gehört zu den international führenden Unternehmen in der
Pflanzenbiotechnologie, Saatproduktion, im Pflanzenschutz und in
der Schädlingsbekämpfung. Weltweit beschäftigt Agrevo rund 9
000 Mitarbeiter in mehr als 70 Ländern. Der Jahresumsatz lag
1997 bei 4,1 Milliarden Mark. dpa pf yy bo