Vier genveränderte Pflanzen zum Anbau in Europa zu..
dpa 25.06.99 09:09
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Vier genveränderte Pflanzen zum Anbau in Europa zugelassen
Hamburg (dpa) - In Europa dürfen derzeit vier verschiedene genveränderte Pflanzen
kommerziell angebaut werden. Nach Auskunft des Robert Koch-Instituts (Berlin) können
Landwirte nach der Novel- Food-Verordnung Mais, Raps, Radicchio und Nelken pflanzen.
Genveränderter Radicchio-Salat darf bislang allerdings nur zur Saatgutherstellung gezogen
werden. Die Gen-Nelken haben außergewöhnliche Farben oder verblühen später. Beantragt,
aber noch nicht zugelassen, sei der Anbau von genveränderten Kartoffeln, Tomaten,
Futterrüben und Baumwolle.
Theoretisch denkbar ist auch die Zulassung für genveränderte Fische, die neue
Wachtumshormone produzieren oder für Schweine, die gegen Krankheiten resistent sind,
sagte Marianna Schauzu vom Bundestinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz
(Berlin). Dafür liege jedoch kein Zulassungsantrag vor.
Zugelassen nach Gentechnikrecht sind sogenannte Lebendimpfstoffe: Bakterien oder Viren
werden für die Impfstoffherstellung nicht mehr auf konventionelle Weise, sondern mit
Hilfe der Gentechnik unschädlich gemacht, damit sie keine Krankheiten auslösen.
Genehmigt ist ein Pseudorabies-Impfstoff gegen eine Viruskranheit des Schweins und ein
Impfstoff gegen Tollwut.
Verkauft werden dürfen Lebensmittel-Produkte aus genverändertem Mais, Soja und Raps.
"Die Produkte, die zugelassen sind, sind gesundheitlich ebenso unbedenklich wie ihre
konventionellen Gegenparts", betonte Marianna Schauzu. Mais wird für Tierfutter,
Mehl, Stärke, Gries oder Öl verwendet. Einige Mais- und Sojaprodukte enthielten neue,
aber unschädliche Eiweißstoffe. Bei genverändertem Speiseöl aus Soja oder Raps sei
keine neue Substanz nachzuweisen. dpa hu yy ga