Wein-Präsident mahnt Winzer zur Vorsicht mit Gen-Re..

dpa 05.07.99 06:25


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Wein-Präsident mahnt Winzer zur Vorsicht mit Gen-Reben

Mainz (dpa) - Zur Vorsicht beim Einsatz genveränderter Reben in der Weinproduktion hat der Präsident des Internationalen Amtes für Rebe und Wein (OIV), Fernando Bianchi de Aguiar, die Winzer aufgefordert.

Zum Auftakt des 24. Weltkongresse für Rebe und Wein sagte Bianchi de Aguiar am Mon4ag in Mainz (Rheinland-Pfalz), die Sicherheit des Nahrungsmittels Wein und das Vertrauen der Verbraucher müßten im Mittelpunkt aller Ûberlegungen stehen.

Gentechnisch veränderte Reben würden in der Zukunft wahrscheinlich eingesetzt, sagte Präsident Bianchi de Aguiar. Mit der Veränderung könnten Reben etwa gegen Viren oder Pilzbefall geschützt werden. Sie müßten aber sehr lange getestet werden, bevor sie auf den Markt kommen. Dabei müsse festgestellt werden, ob sich der Wein mit den neuen Reben verändere.

Vor allem aber müßten die Verbraucher die neue Methode akzeptieren, verlangte Bianchi de Aguiar. Die Belastung des Weins mit Schwermetallen oder Unkraut-Vernichtungsmitteln habe schon in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen gesorgt. Deshalb dürfe das Instrumentarium der Sicherheitsbestimmungen in keinem Punkt in Frage gestellt werden, warnte der Wein-Präsident.

Der rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Weinbauminister Hans- Artur Bauckhage forderte die Winzer zur weiteren Spezialisierung auf. Chancen böten sowohl die Direktvermarktung als auch die Faßwein- und Traubenproduktion großen Stils.

Während des einwöchigen Weltkongresses für Wein und Rebe beschäftigten sich rund 500 Fachleute aus 45 Nationen mit den Themen Wein und Gesundheit, neuen Anbaumethoden und dem Weinmarkt der Zukunft. dpa ff yy ra


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