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Gentechnik:
US-Landwirtschaftsministerium: Grüne Gentechnik bringt Bauern kein Profit

(Meldung vom 9.7.1999)


Amerikanische Bauern werden von ihren genetisch modifizierten Pflanzen wahrscheinlich nicht mehr ernten als von traditionellen Sorten. Auch der Verbrauch von Unkraut- und Insektenvernichtungsmitteln soll auf Feldern mit gentechnisch veränderten Feldfrüchten nicht gesunken sein. Dies geht aus einer Studie hervor, die das amerikanische Landwirtschaftsministerium, das US Department of Agriculture (USDA), letzte Woche der Öffentlichkeit vorstellte, berichtet die Zeitschrift "New Scientist".
Das USDA sammelte die Daten über Erträge von Mais, Baumwolle und Sojabohnen sowie den Pestizideinsatz aus den Jahren 1997 und 1998 auf transgenen Pflanzen, die entweder resistent gegen verschiedene Insekten (Bt-Pflanzen) oder gegen Herbizide waren. Für die Berechnungen unterteilten die USDA-Mitarbeiter die USA in verschiedene Regionen. In sieben von 12 Kombinationen von Feldfrüchten und Regionen mußten die Bauern die gleichen Mengen an Pestiziden auf den transgenen Pflanzen verteilen wie auf konventionell gezüchteten Sorten. In 12 von 18 Feldfrüchte/Regionen-Kombinationen fielen die Ernten von transgenen Pflanzen nicht höher aus.
Diese Studie widerspricht den Angaben verschiedener Hersteller von transgenen Pflanzen, die sagen, ihre Pflanzen würde den Anbauern wegen der höheren Erträge und des reduzierten Pestizideinsatzes mehr Profit bringen. Die Firma Monsanto berichtete solche Ergebnisse über den Anbau herbizidresistenter Sojabohnen, die Firma Novartis über den in Deutschland versuchsweise angebauten Bt-Mais.
Transgene Pflanzen sind vor allem in den USA außerordentlich erfolgreich, die Anbauflächen steigen kontiniuierlich. Transgene Sojapflanzen wuchsen 1996 in den USA auf 500.000 Hektar Ackerland, 1999 dagegen schon auf über 16 Millionen Hektar. Das ist mehr als die Hälfte der gesamten amerikanischen Soja-Anbaufläche.

[Quelle: Karin Hollricher, New Scientist]


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