Aldi will auf Gentechnik in Lebensmitteln verzichten

dpa 13.10.99 05:55 


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Aldi will auf Gentechnik in Lebensmitteln verzichten 

Essen/Mülheim (dpa) - Nach anderen großen Handelsketten will auch der deutsche Aldi-Konzern auf den Verkauf von Lebensmitteln mit gentechnisch veränderten Zutaten verzichten. In einem Schreiben an die Umweltschutz-Organisation Greenpeace versicherten die Konzernzentralen in Mülheim (Nordrhein-Westfalen) (Aldi Süd) und Essen (Nordrhein-Westfalen) (Aldi Nord), dass die Produkte ihrer Lieferunternehmen keine gentechnisch veränderten Zutaten enthielten. Eine Sprecherin der Aldi GmbH Nord bestätigte am Mittwoch eine entsprechende Mitteilung von Greenpeace. Auch bei der Aldi Süd GmbH wurde das Schreiben bestätigt.

Die Handelsketten Edeka, Rewe, Metro, Tengelmann, Lidl und Spar haben nach Angaben von Greenpeace bereits in den vergangenen Wochen erklärt, keine gentechnisch veränderten Stoffe in ihren Eigenmarken zuzulassen. "Der Ausstieg des deutschen Lebensmitteleinzelhandels aus der Gentechnik ist ein schwerer Schlag für die Gen-Industrie und ein großer Sieg für die Verbraucher", erklärte Christoph Then, Gentechnik-Experte der Umweltorganisation.

Greenpeace kündigte Stichproben an, in denen die Produkte in den Supermärkten auf gentechnisch manipulierte Zutaten untersucht werden sollen. Nun will die Umweltorganisation gegen den Einsatz von Gentechnik in Futtermitteln vorgehen. "Gensoja und Genmais werden derzeit ohne jede Kennzeichnung in großen Mengen an Kühe und Schweine verfüttert", kritisierte Then. dpa bw/sh yy ja