Monsanto leidet unter Marktführung bei Gensaaten
Deutsche Presse-Agentur
Montag, 20. Dezember 1999 14:23:00
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Monsanto leidet unter Marktführung bei Gensaaten
New York (dpa) - Der Monsanto-Chef Robert B. Shapiro hat den
ehemaligen US-Chemiekonzern in den letzten Jahren mit Firmenaufkäufen
im Gesamtwert von acht Milliarden Dollar in einen Biotechnologie-,
Agrarchemie- und Pharmakonzern verwandelt. Monsanto hatte im
vergangenen Jahr einen Umsatz von 8,6 Milliarden Dollar.
Die Gesellschaft mit Sitz in St. Louis (Missouri) hat mehr als 30
000 Beschäftigte. Sie machte 46,6 Prozent ihres Umsatzes mit
Gensaaten, Pflanzenschutzmitteln und sonstigen Agrarchemieprodukten.
Auf die Pharmatochter G.D. Searle entfiel ein Drittel des
Konzernumsatzes und der Rest auf Produkte für den Nahrungsmittel- und
Verbraucherbereich.
Die Monsanto-Strategie schien aufzugehen, da die US-Bauern in
großem Stil genetisch verändertes Saatgut von Monsanto kauften und
deshalb auch die darauf abgestimmten Pflanzenschutzmittel abnehmen
mussten.
Der Widerstand in Europa gegen genetisch veränderte Agrarprodukte
und die Befürchtung der US-Farmer, Exportmärkte zu verlieren, hat
aber inzwischen das Gensaatengeschäft und die darauf abgestimmte
Agrarchemie-Sparte zur Belastung für die Monsanto-Aktien werden
lassen. Die Gewinn- und Umsatzsteigerungen in der Pharmasparte sind
nämlich viel höher.
Deshalb befand sich Monsanto seit geraumer Zeit auf Partnersuche.
Die US-Konzerne American Home Products und DuPont sowie die
schweizerische Novartis lehnten ab. Jetzt will sich Monsanto mit der
etwa gleich großen Pharmacia&Upjohn zusammentun.
dpa br xx hn