Stichwort: Gentechnisch veränderter Mais
Deutsche Presse-Agentur
Dienstag, 21. März 2000 11:43:00
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Stichwort: Gentechnisch veränderter Mais
Hamburg (dpa) - Mit Hilfe der Gentechnik lassen sich bei
Lebensmitteln veränderte Eigenschaften in das Erbgut "einbauen". Der
veränderte molekulare Bauplan sorgt dann zum Beispiel bei Pflanzen
dafür, dass sie gegen schädliche Insekten resistent sind, eine
erhöhte Toleranz gegen Unkrautvernichtungsmittel haben oder besonders
gesundheitsfördernde Stoffe enthalten. Auch das Faulen der Pflanzen
kann verhindert werden. Gentechnische Veränderungen sind an allen
wichtigen Kulturpflanzen möglich, wie zum Beispiel an Reis,
Kartoffeln, Erdbeeren oder Mais.
Die Zulassung von gentechnisch verändertem Mais ist in der
Europäischen Union (EU) seit Anfang 1996 umstritten. Nach Angaben der
Umweltschutzorganisation Greenpeace wenden sich 13 von 15 EU-Staaten
gegen die Marktzulassung von genmanipuliertem Mais. Befürworter der
Genmanipulation argumentieren, dass sich genetische Informationen auf
diese Weise von einer Art auf die andere übertragen lassen,
gentechnisch veränderte Lebensmittel seien schonender und preiswerter
herzustellen.
Kritiker bemängeln, dass noch zu wenig über die Risiken von
gentechnischen Eingriffen bekannt sei. In Freilandversuchen wurde
geprüft, ob gentechnisch veränderte Pflanzen das Erbgut anderer
Pflanzen gefährden können. Das Robert-Koch-Institut in Berlin kam bei
seinen Untersuchungen zu dem Schluss, dass kein hohes Risiko bestehe.
Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie erbrachte das
gegenteilige Ergebnis: Herkömmliche Maispflanzen, die in
unmittelbarer Nähe zu einem Versuchsfeld standen, wiesen einen Anteil
von etwa fünf Prozent gentechnisch veränderter Maiskörner auf.
dpa nue yyzz pn