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Gentechnik: 
Diskussion um Gensoja belebt den Markt: Rapsbauern im Aufwind 

(Meldung vom 24.8.2000) 



Die Diskussion um genmanipulierte Nahrungsmittel hat den Rapsmarkt belebt. Auch als nachwachsender Rohstoff werde heimischer Raps stärker nachgefragt, teilte der Landvolk-Verband am Donnerstag in Hannover mit. Mehrere große Lebensmittelhersteller würden auf die öffentliche Kritik an genverändertem Soja reagieren und vom US-Sojaöl wieder auf europäisches Rapsöl umsteigen. 

Nach starken Ernteeinbußen durch die Wetterumschwünge der vergangenen Monate sind die Bedingungen für den Rapsanbau den Angaben zufolge jetzt wieder gut. Die Keimbedingungen seien ideal. Zudem sei absehbar, dass die nächste Ernte dank der steigenden Nachfrage gute Preise erzielen werde. 

[Quelle: dpa und bdw] 


Gentechnik: 
Gen-Mais bedroht den Monarchfalter 

(Meldung vom 24.8.2000) 


Laut US-Forschern bedroht Gen-Mais, der das Bacillus thuringiensis (Bt)-Gen enthält, nicht nur Maisschädlinge. Auch für die Raupen des Monarchfalters kann der Pollen des Bt-Mais tödlich sein. 

In der Fachzeitschrift Oecologia berichten John J. Obrycki und Laura Hansen von der Iowa State University über ihre Ergebnisse. Die Forscher hatten Wolfsmilchpflanzen, die gerne von der Monarchraupe (Danaus plexippus) gefressen werden, in und um die Gen-Maisfelder gepflanzt: Siebenmal mehr Raupen verendeten um Genmaisfelder als um konventionelle Maispflanzungen. Der Grund dafür sei der Pollen des Bt-Mais, der mit dem Wind auf umliegende Pflanzen gelangt. Innerhalb von zehn Metern Entfernung sei das Risiko für die Falter-Raupen am größten, so Obrycki. 

Der Bt-Mais produziert ein natürliches Insektengift. Es soll den Mais vor Schädlingen, etwa dem Maiszünsler, schützen. Der in dieser Studie getestete Mais wird von der Firma Novartis vertrieben. Ein Sprecher des Unternehmens widerspricht den Resultaten: "Diese Studie zeigt nicht, was wirklich in der Feldumwelt passiert. Denn bisherige Untersuchung haben bewiesen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass Wolfsmilchpflanzen innerhalb von einem Meter Feldentfernung mit toxischen Bt-Pollenmengen bestäubt werden." 

[Quelle: Frieder Graef und YahooNews] 


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