Studie: Weniger Vögel durch gentechnisch veränderte..
Deutsche Presse-Agentur
Donnerstag, 31. August 2000 20:01:20
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Studie: Weniger Vögel durch gentechnisch veränderte Saat
New York (dpa) - Eine britische Modellrechnung bestätigt, was
Naturschützer schon länger befürchten: Gentechnisch veränderte Saat
kann die Vogelpopulationen in ländlichen Gebieten reduzieren. In
einem Bericht des Wissenschaftsmagazins "Science" (Bd. 289, S. 1554)
vom Freitag schreibt Andrew Watkinson von der Universität von East
Anglia in Norwich: "Es ist sehr wahrscheinlich, dass der weit
verbreitete Einsatz von Saat mit Herbizid-Toleranz (GMHT) zu einem
weiteren Verlust von Vögeln führen wird". Ursache sei, dass weniger
Unkraut und damit Vogelnahrung auf den Gen-Feldern wachse. Allerdings
werde der Verlust an Vögeln nur selten drastisch sein und sich in den
meisten Fällen in Grenzen halten.
Das Forscherteam simulierte in einem Modell die Auswirkung der
herkömmlichen Schädlingsbekämpfung auf Zuckerrüben-Feldern und die
von Rüben, die gegen Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel) tolerant
sind. Zum Verhängnis dürften die Gen-Rüben und der Einsatz
entsprechender Totalherbizide unter anderem der Feldlerche werden,
schreiben die Forscher. Sie ernährt sich überwiegend von dem Unkraut
auf Feldern, gegen das die Bauern jetzt starke Herbizide sprühen
können, ohne ihre Saatkörner zu gefährden - dank genetischer
Modifikation.
Dabei sei die Anzahl der Vögel in Großbritannien ohnehin schon
stark geschrumpft. Experten machen die intensivierte Landwirtschaft
dafür verantwortlich.
dpa go xx hu