dpa 21.01.97 15:16

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Winterbonbons und Erdbeerlakritz - Gentechnik auch bei Süßwaren

Köln (dpa) - "Winterbonbons" mit Pfefferkuchen- und Glühwein- Geschmack und fruchtige Lakritze in den Geschmacksrichtungen Erdbeere oder Apfel gehören zu den Neuheiten der Internationalen Süßwarenmesse, die am Sonntag in Köln beginnt. Auch zuckerfreie Pfefferminzbonbons mit zuckerfreiem Schokoladenkern oder Geduldsspiele aus feinster Schokolade, die man nach dem Spiel aufessen kann, werden als Neuheiten der wichtigsten Fachmesse der süßen Branche angepriesen. Daß Süßwaren neuerdings auch

gentechnisch manipulierte Rohstoffe und Zutaten enthalten können, hat

die Branche am Dienstag vor der Presse in Köln unumwunden zugegeben.

Solche mit Hilfe gentechnischer Verfahren gewonnene Erzeugnisse würden "in zunehmendem Maße angeboten", so daß sich die deutsche Süßwarenindustrie der Verwendung solcher Erzeugnisse "nicht entziehen" könne, betonte ihr Bundesverband in einer Presseerklärung. "Den verantwortlichen Umgang mit dieser neuen Technologie garantieren umfangreiche Sicherheitsprüfungen und gesetzliche Bestimmungen", versicherte der Verband.

Ohne den erhofften Schwung sei 1996 das Geschäft mit Süßwaren geblieben, berichtete Bernd Monheim, Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie, ohne Zahlen zu nennen. Von der Menge her habe der Verbrauch von Süßwaren - Schokoladeerzeugnissen und Zuckerwaren - nur um ein Prozent zugenommen, der Verkaufswert verharrte auf dem Vorjahresstand. Der Exportanteil der Industrie liege bei mehr als 20 Prozent. Deutliche Zunahmen habe es aber im Bereich von Monopralinen, bei Schokoriegeln und Schokoladetafeln von 200, 300 oder mehr Gramm gegeben. Monheim geht davon aus, daß die Preise für Süßwaren auch 1997 im wesentlichen stabil bleiben. Im internationalen Vergleich lägen die deutschen Süßwarenpreise nach wie vor am niedrigsten.

An der Internationalen Süßwaren-Messe in Köln beteiligt sich nach Angaben der Kölner Messegesellschaft von Sonntag bis Donnerstag eine Rekordzahl von 1 362 Ausstellern aus 60 Ländern. Der Auslandsanteil liegt bei 76 Prozent. Der Eintritt ist allein Fachbesuchern vorbehalten. dpa fi to


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