Immer mehr Nachweisverfahren für genetisch veränderte Lebensmittel
Berlin (dpa) - Deutschland ist nach Behördenangaben führend bei Nachweisverfahren
für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Für Kartoffeln und Rohwurst hat
das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin
(bgvv) Methoden entwickelt, die bereits angewandt werden, heißt es im zweiten
"Novel- Food"- Statusbericht, der am Dienstag in Berlin veröffentlicht
wurde. Für Yoghurt, Sojabohnen und Tomaten werden derzeit entsprechende
Verfahren entwickelt. Damit sollen gentechnisch veränderte Lebensmittel
erkannt werden, die an der Zulassungsbehörden vorbei auf den Markt kommen
könnten.
Zwei US-Anträge auf Verwendung von gentechnisch verändertem Soja und
Mais in Lebensmitteln seien für Deutschland genehmigt worden, sagte Fachbereichsleiter
Klaus-Werner Bögl vom Bundesamt. Sieben weitere Anträge lägen vor, davon
vier für Mais und weitere für Raps und Radiccio.
Ferner seien etwa 35 bis 40 genetisch veränderte Lebensmittel- Zusatzstoffe und Substanzen für die Herstellung weltweit zugelassen. Neunmal handele es sich dabei um das Enzym Amylase von holländischen und dänischen Herstellern, das für die Alkoholherstellung und das Bierbrauen verwendet werde. "Wir rechnen in den nächsten Jahren mit zweistelligen Zuwachszahlen bei den Anträgen und Zulassungen", meinte Bögl. dpa un ra