dpa 25.02.97 17:49

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Immer mehr Nachweisverfahren für genetisch veränderte Lebensmittel

Berlin (dpa) - Deutschland ist nach Behördenangaben führend bei Nachweisverfahren für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Für Kartoffeln und Rohwurst hat das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (bgvv) Methoden entwickelt, die bereits angewandt werden, heißt es im zweiten "Novel- Food"- Statusbericht, der am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde. Für Yoghurt, Sojabohnen und Tomaten werden derzeit entsprechende Verfahren entwickelt. Damit sollen gentechnisch veränderte Lebensmittel erkannt werden, die an der Zulassungsbehörden vorbei auf den Markt kommen könnten.

Zwei US-Anträge auf Verwendung von gentechnisch verändertem Soja und Mais in Lebensmitteln seien für Deutschland genehmigt worden, sagte Fachbereichsleiter Klaus-Werner Bögl vom Bundesamt. Sieben weitere Anträge lägen vor, davon vier für Mais und weitere für Raps und Radiccio.

Ferner seien etwa 35 bis 40 genetisch veränderte Lebensmittel- Zusatzstoffe und Substanzen für die Herstellung weltweit zugelassen. Neunmal handele es sich dabei um das Enzym Amylase von holländischen und dänischen Herstellern, das für die Alkoholherstellung und das Bierbrauen verwendet werde. "Wir rechnen in den nächsten Jahren mit zweistelligen Zuwachszahlen bei den Anträgen und Zulassungen", meinte Bögl. dpa un ra


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