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Europaparlament fordert weltweites Verbot des Klonens von Menschen
Straßburg (dpa) - Das Europaparlament hat ein weltweites Verbot des
Klonens von Menschen gefordert. Die 15 EU-Länder sollten Strafen gegen
diejenigen verhängen, die sich mit derartigen Genmanipulationen befassen,
hieß es in einer Entschließung, die das Europaparlament am Mittwoch in
Straßburg fast einstimmig verabschiedete.
Die künstliche Herstellung genetisch identischer Menschen "kann
nicht toleriert werden, weil sie eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte
darstellt, denn sie ermöglicht eine eugenische und rassistische Auswahl
der menschlichen Art", hieß es in der Begründung. Eugenik ist eine
Forschungsrichtung mit dem Ziel, die Verbreitung von Erbkrankheiten zu
verhüten.
Das Klonen von Tieren soll nach Auffassung der Abgeordneten jedoch
zum Nutzen der menschlichen Gesundheit gestattet sein. Dabei sollen
"strenge Kontrollen sicherstellen, daß die Artenvielfalt erhalten
bleibt", hieß es in dem Text.
In der EU sollte ein Ethikausschuß eingesetzt werden, der die Entwicklung im Bereich der Gentechnologie überwacht. Die EU- Kommission, die EU-Gesetze vorschlägt und ausarbeitet, will bis zu einer klaren Stellungnahme allerdings die Position der unabhängigen Beratergruppe Ethik und Biotechnologie abwarten.
Diese Gruppe will ihre Studie über die ethischen Implikationen des Klonens im Mai abgeben. dpa pk io gp