dpa 24.03.97 13:43
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Gen-verändertes Soja in Schokolade - Rückrufaktion in der Schweiz
Zürich (dpa) - In der Schweiz sind 500 Tonnen Schokolade aus dem Handel
zurückgezogen worden, weil sie Lecithin aus gen-manipuliertem Soja enthalten.
Anders als in der Europäischen Gemeinschaft ist Gentech-Soja in der Schweiz
verboten.
Der Süßwarenhersteller Kraft-Jacobs-Suchard habe das Lecithin von der
deutschen Firma Stern in Hamburg bezogen, die schriftlich versichert hatte,
daß in ihrem Produkt kein gen-manipuliertes Soja verwendet wird, sagte
der Präsident des Aufsichtsrats von Kraft- Jacobs-Suchard, Walter Anderau,
am Montag in Zürich. Betroffen waren Toblerone und Suchard-Schokolade.
"Wir haben die Produktion Ende vergangener Woche gestoppt und jetzt
mit unmanipuliertem Lecithin wieder aufgenommen", sagte Anderau. Das
genveränderte Soja war bei einer Routineuntersuchung der Lebensmittelkontrolle
in Bern nachgewiesen worden.
Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit wollte die Verwendung von gen-manipuliertem
Soja zum 1. Februar zulassen. Einsprüche von Umweltorganisationen führten
dazu, daß das Gesetz nicht in Kraft trat.
Anderau geht jedoch davon aus, daß das Bundesamt die Verwendung in den Tagen nach Ostern endgültig erlaubt. Der Zusatzstoff sei gesundheitlich völlig unbedenklich. Solange es möglich sei, auf dem Weltmarkt unverändertes Soja zu beschaffen, werde Kraft-Jacobs- Suchard dies auch tun. dpa oe hg