Pressemitteilung Nr.: 103/97
Datum: 11.07.97
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Online-Aktion geGEN-Food: Ich will wissen, was ich esse!
Freie Entscheidung gegen Kunstnahrung

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben heute eine neue Online-Aktion mit dem Motto »Ich will wissen, was ich esse« gegen gentechnisch manipulierte Lebensmittel gestartet. Dazu erklärt Heide Rühle, Politische Bundesgeschäftsführerin:

Tomatensalat mit Flunder-Gen, geräuchertes Forellenfilet mit menschlichem Wachstums-Gen, dazu passend überbackene Kartoffeln mit Skorpion-Gen. Als Nachtisch vielleicht Napfkuchen mit genmanipulierter Hefe auf Papayacoulis an Viren-Genen und echter Vanilleglace aus im Fermenter gezogenen, genmanipulierten Zellkulturen.

Kein Menü aus Frankensteins Gasthof, sondern demnächst Wirklichkeit auf unserem Speisetisch. Viele Menschen sind verunsichert: Was können wir heute überhaupt noch essen? Welche Lebensmittel sind noch gesunde, natürliche Lebensmittel ohne gentechnische Manipulation? Angesichts der ungelösten Probleme bei der Kennzeichnung von Gen-Food bleiben VerbraucherInnen mit ihren Fragen allein zurück - gerade wegen der mangelhaften Novel-Food-Verordnung der EU, nach der nur wenige gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel überhaupt gekennzeichnet werden müssen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen diesen Etikettenschwindel aus Brüssel ab und setzen ihm eine Kampagne für Transparenz entgegen: Ziel ist eine Positivkennzeichnung »gentechnikfrei« für Lebensmittel und Waren, bei denen die »Zauberkünstler« aus dem Gen-Labor nicht mitgekocht haben. Auf verschiedenen Ebenen starten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN deshalb Initiativen - vom Round-Table-Gespräch mit Lebensmittelindustrie und Handel über parlamentarische Initiativen bis zu einer Online-Aktion im Internet (http://www.gruene.de).

Die GRÜNEN geben verunsicherten VerbraucherInnen den Rat: Schreiben Sie der Bundesregierung Ihre Meinung: Wenn Sie gesunde Nahrungsmittel statt Gentech-Food essen wollen, bestehen sie auf eine Positivkennzeichnung!

Mit der Online-Aktion der Grünen »Ich will wissen, was ich esse« geGen-Food ist das ganz einfach: Neben umfangreichen Informationen zur Novel-Food-Verordnung besteht im neuen Internet-Angebot der GRÜNEN die Möglichkeit, der Bundesregierung eine E-Mail mit der Forderung nach einer Positivkennzeichnung für gesunde Lebensmittel zu schicken.

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