Der Begriff 'substantielle Gleichwertigkeit'
Der Begriff der 'substantiellen Gleichwertigkeit' wurde ersonnen, um die Zulassung der gentechnisch veränderten Lebensmittel zu vereinfachen und somit deren Markteinführung zu beschleunigen. Dahinter steckt die gefährliche Prämisse, dass sich ein gtv. Organismus nur unwesentlich von seinem natürlichen Pendant unterscheidet, in der Erbsubstanz und in der Zusammensetzung der Proteine. Daher könne man aus ihm gewonnene Produkte als gleichwertig ansehen.
In der Oktoberausgabe 1999 der angesehenen Fachzeitschrift NATURE ist die Studie einer Forschergruppe der Universität von Sussex veröffentlicht, die klarstellt, "substantielle Gleichwertigkeit" sei ein pseudowissenschaftliches Konzept, dass unter dem Deckmantel der Wissenschaft allein für kommerzielle Zwecke erdacht wurde. Sie bezeichnet die darauf basierenden Zulassungs- und Kennzeichnungsvorschriften als irritierend und nutzlos und fordert rigorose toxikologische Untersuchungen, wie sie bei Medikamenten und Agrarchemikalien Standard sind. Prof. John Fagan, Molekularbiologe an der Maharishi University of Management, Fairfield, USA, hatte bereits 1996 die Unwissenschaftlichkeit dieses Konzepts öffentlich kritisiert.
Größter Nutznießer dieser scheinwissenschaftlichen Zulassungsterminologie: US Biotech-Gigant Monsanto.