Unserer Meinung nach wird die beste und umfassendste
Information zur Gentechnologie und Umfeld von IATP (Institute
for Agriculture and Trade Policy) bereitgestellt. Zum
Verständnis der Hintergründe der massiven Einführung
der Gentechnologie in Landwirtschaft und
Gesundheitswesen, ist die Lektüre der Intellectual
Property Rights Fact Sheets (IPR-Fact Sheets) ein
absolutes MUSS!
Auch sehr empfehlenswert: RAFI (Rural Advancement Foundation International). Hat sich dem Kampf gegen die Biopiraterie der USA und anderer "Erst-Welt"-Staaten in den Entwicklungsländern verschworen. Dort können Sie erfahren, wie am 14. März 1995 einem Eingeborenen aus Neuguinea das Recht auf sein eigenes genetischen Material aberkannt und als Erfindung von der US-Regierung patentiert wurde.
Massive Einsprueche zeitigen Erfolge: Das NIH nimmt das Patent im Dezember 1996 zurueck.
Eine Liste der zwanzig uebelsten Patente.
Ebenso wehrt sich das Third World Network gegen die Plünderung der genetischen Resourcen. Als klassisches Beispiel der Neem-Baum, der seit Jahrhunderten Verwendung in der Landwirtschaft, Medizin und Körperpflege findet. Bisher waren die vielfältigen Produkte des Neem immer frei zugänglich oder billig zu kaufen. Jetzt beantragen multinationale Firmen Patente auf die verschiedenen Neem-Substanzen. Damit soll uraltes und freies Wissen einigen wenigen Firmen in die Hände gegeben werden. Indische Bauern sollen dann ausländische Firmen für - patentierte- Produkte bezahlen, die ihrem eigenen traditonellen Wissen und den genetischen Resourcen ihrer Heimat entstammen.
Die Pure Food Campaign USA betreibt eine Webseite. Dort kann man sich über die Skandale informieren, in die Monsanto bei der Vermarktung von rBST in den USA verwickelt war.
Als weitere Organisationen sei die Union of Concerned Scientistsangeführt, die regelmäßig den Newsletter "The Gen-Exchange" herausgibt.
Ebenso sei das "Mailout" der Friends of the Earth erwähnt.
In der Landschaft der Politik haben sich die Grünen gegen die Gentechnik ausgesprochen. Am aktivsten ist hier Marina Steindor, Mitglied des Gen-ethischen Netzwerks.
Die Naturgesetzpartei hat eine globale Kampagne gegen gentechnisch veränderte Labensmittel gestartet. Die ausführlichsten Infos gibts bei der Natural Law Party USA.
Die wesentlichen Gesetzestexte, bzw. EU-Richtlinien der Gentechnologie werden von UNIDO, United Nations Industrial Development Organization bereitgestellt. Sinnvoll ist es hier zu wissen, daß für Mitgliedsländer nach EU-Richlinie (90/220/EWG) Artikel 16 zumindest prinizipiell die Möglichkeit besteht, nationale Importverbote für bereits in der EU zugelassene GVO auszusprechen. In Österreich versucht GLOBAL 2000 die Regierung, zu einem solchen Importverbot von Monsantos Gensoja zu bewegen.
Weitere LINKS , sowie den Gen Exchange von UCS und das Mailout der FoEE gibt es auf dem englischen Pendant dieser Seite.